. .

Wir, das BACKPARADIES KISSEL

Mitten im Westpfälzer Bergland dem sogenannten  „Musikantenland“
direkt am Fuße vom Potzberg liegt Reichenbach-Steegen. Dort besteht nun seit über 60 Jahren das BACKPARADIES KISSEL.

1. Generation:
Ehepaar Julius und Ellen Kissel

1949 mieteten Julius und Ellen Kissel eine kleine Bäckerei in Reichenbach-Steegen an. Bedingt durch die räumlichen engen Verhältnisse wurde diese Bäckerei bereits 1952 wieder geschlossen und sich nach neuen Räumlichkeiten umgeschaut, da der Name KISSEL bereits damals für Qualität und Frische bürgte. Der Arbeit nicht müde werdend, wurde dann in  der damaligen „Judengasse“ (heute Herrenbergstraße) ein Grundstück mit einem baufälligen Wohnhaus und einer alten Scheune erworben. Die Scheune wurde zur Bäckerei mit Laden und darüber liegenden Wohnung umgebaut, das baufällige Wohnhaus abgerissen. Die Backstube befindet sich heute noch an gleicher Stelle.

Julius Kissel mit Sohn Gernod
Das "Urhaus" - heutige Backstube

1960 wurden wieder neue Ideen geboren. Der Grundstein für ein dreistöckiges Geschäftshaus auf dem vorderen Teil des Grundstücks wurde gelegt. Im Erdgeschoss wurde der Laden und ein Café mit 40 Sitzplätzen eingerichtet. Im zweiten Stockwerk war der sogenannte Festsaal und im 3. Stockwerk befanden sich 4 exklusive Gästezimmer.


Das Thema "Nachfolge" wurde in den 70er Jahren zum Hauptgesprächsthema im Hause KISSEL. Ursula (Tochter von Ellen und Julius Kissel) lernte einen gewissen Karl-Heinz  kennen. Beide waren in branchenfremden Berufen tätig. Manch einer wundert sich heute noch, was Liebe dann aber so alles bewirken kann. Aus dem Industriekaufmann wurde ein Bäckermeister, und aus der Bankangestellten eine Jungunternehmerin - mit "Laib" und Seele.

1978 verstarb Julius Kissel - es wird heute immer noch gerne von seinem trockenen Humor und seiner so netten verbindlichen Art gegenüber Kunden und auch Geschäftspartnern gesprochen. Auch wird Vieles noch nach seinen Rezepten gebacken.

2. Generation:
Ehepaar  Karl-Heinz und Ursula Carra (geb. Kissel)

Voller Tatandrang sind nun Ursula und Karl-Heinz Carra in den neuen Wirkungsbereich eingestiegen. Viele neue Ideen und Konzepte wurden erarbeitet und umgesetzt.

1982 wurde der Laden in Reichenbach-Steegen renoviert und mit einer großen Wiedereröffnung, bei welcher der damalige FCK und Nationalspieler Hans-Peter Briegel zur Autogrammstunde vor Ort war, gebührend gefeiert.


Im Laufe der Jahre
belieferte das Backparadies Kissel viele kleine, umliegende  Einkaufslädchen. Es wurde in die Reuschbach, nach Weilerbach, Mackenbach, Ramstein-Miesenbach, Steinwenden, Obermohr, Oberstaufenbach und andere Ortschaften geliefert.

1983 entschlossen sich die Eheleute Carra in Steinwenden eine Filiale  unter eigener Führung zu eröffnen.

Unternehmerisch aktionsfreudig wurde Einiges
für die Kunden geboten:

  • der klassische Stollenprobiertag
  • Aktionen mit ortsansässigen Gruppen oder Vereinen
    Spendenaktion "Waldbrot" oder "VfB-Brot" – pro verkauftem Brot ging ein bestimmter Betrag an die Jagdgenossenschaft von Reichenbach-Steegen bzw. den ortsansässigen Sportverein
  • "Weltersbacher Grumbeerbrot"
    ("Grumbeere" ist das pfälzische Wort für "Kartoffel") - anläßlich der 650-Jahr Feier von Weltersbach wurde eigens dieses Brot kreiiert, und freut sich heute noch über die gute Nachfrage
  • Das Wiener Ca
    ein Event, um KISSEL’s  Tortenvielfalt zu präsentieren. Jährlich war ein anderes musikalisches Ensemble vor Ort in Reichenbach-Steegen - die Gäste konnten dem Alltag einen Nachmittag entfliehen und sich süß verwöhnen lassen.
  • Unser Walking-Brunch
    unter fachgerechter Anleitung einer Physiotherapeutin ging es Sonntagsmorgens "querfeldein" und im Anschluss wartete ein leckerer "Walking-Brunch", der in der Backstube aufgebaut war, auf die vielen Gäste. Viele Möglichkeiten für einen leckeren Brotbelag wurden gezeigt und auch probiert. Eine Ernährungsberaterin war ebenso vor Ort und klärte über die Wichtigkeit eines gesunden Frühstücks auf.
  • Winterwanderung
    viele Jahre haben wir zur alljährlichen Winterwanderung eingeladen. Gestartet wurde in Reichenbach, einmal ging es zur Exkursion zu den Windrädern; dann wurde der Wildpark Potzberg vorgestellt, ein anders Mal waren Jäger vor Ort. Während der Wanderung wurden von "Hänsel und Gretel", dann auch mal vom "Rotkäppchen"  oder von der Hexe leckere Lebkuchen verteilt. Zum Abschluss - denn aufwärmen musste man sich, ging es dann in die warme Backstube. Dort konnte man einen Einblick in die Weihnachtsbäckerei bekommen und das komplette Gebäcksortiment, sowie die verschiedensten Stollenvariationen probieren


Doch nach einer gewissen Zeit musste wieder etwas Neues und Anderes gemacht werden. Nach wie vor handeln KISSEL‘s nach der Methode "wir suchen und finden" die Kunden. So sind KISSEL’s speziell an den Wochenenden seit Anfang 2000 auf den verschiedensten Bauern-, Handwerker- und Genussmärkten im Umkreis von 120 km mit "Laib" und Seele mit von der Partie. Sofern es die Platzverhältnisse zulassen, wird ein alter Original-Holzleiterwagen (ein echter "Hingucker") mitgebracht, um darauf die Brotspezialität das "Reichenbacher Musikantenbrot" zu präsentieren.

Viele Marktkunden sind noch Tage/Wochen später von der Brotspezialität begeistert, dass sie sich ein gefülltes Brotpaket nach Hause schicken lassen. Eine weitere Nische wurde gefunden - der Brotversand. Diese Nische gilt es  auf- und auszubauen. Ein wesentliches, nicht zu unterschätzendes Medium spielt hierbei das Internet. Viel Zeit und Kreativität investiert die Bäckerfamilie Carra in ihren Internetauftritt, der seit 2010 besteht.

3. Generation:
Geschwister Petra Kunz (geb. Carra)
und Paul Carra

Die Zukunft der Bäckerei ist gesichert, da die 3. Generation mit den Geschwistern Paul (Bäcker) und Petra (gelernte Hotelfachfrau) in den Startlöchern steht. Nachdem klar war, dass es im Hause KISSEL weitergeht, wurde der einzigen Filiale in Steinwenden ein neues "Gesicht" verliehen. Wiedereröffnung war am 09. September 2011.

Getreu dem Motto: "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit" versucht die Bäckerfamilie die Tradition mit der Moderne zu verbinden - dabei stehen Qualität und die Verbundenheit zur Region an oberster Stelle.